Mangelndes Selbstwertgefühl führt zu Frust in der Partnerschaft

Peter und sein Problemman-979980_1280

Peter (fiktiver Name) sucht mich in meiner Praxis auf, weil er sich in seiner partnerschaftlichen Sexualität „irgendwie“ unbefriedigt fühlt, doch nicht weiß, wo und wie er bei „diesem schwierigen Thema“ überhaupt anfangen soll.

Peter ist mit Ute (fiktiver Name) seit 13 Jahren ein Paar. Seit 8 Jahren wohnen sie zusammen, beide sind berufstätig und der Haushalt läuft. Es gibt gemeinsame Freizeitaktivitäten und abends schläft man nebeneinander in einem Bett ein.

Es gibt immer mal wieder über das eine oder andere Unstimmigkeiten oder auch einen Streit, doch „laut“ wird es eher nicht.

Aus Peters Sicht funktioniere die Partnerschaft eigentlich ganz gut, wenn da nicht das mit der Sexualität wäre. Peter hat das diffuse und mittlerweile dringende Bedürfnis, dass sich etwas ändern müsse, ihm fehle etwas. Er akzeptiert den sporadischen Sex mit Ute nur noch unerfüllt, ratlos und sprachlos. Er weiß nicht, was er tun kann, er ist frustriert.

Kennst Du das auch, so oder so ähnlich?

Deine Ehrlichkeit

Um Dein Verhalten und Deine Situation (in Deiner Partnerschaft) überhaupt ändern zu können, musst Du Dich und Deine eigenen Mechanismen erst einmal ehrlich erkennen.

Mentale Ebene

Die Ebene Deiner Gedanken.board-776688_640

Das was Du denkst und vor allem in Wiederholungen denkst, manifestiert sich in Dir. Diese Manifestation wird zu Deinem „gedanklichen Programm“. Dieses Programm läuft dann unbewusst in Dir ab. Du lebst und verhältst Dich danach.

Welche Programme findest Du attraktiv und was programmierst Du in Dir selbst?

Dein Verstand ist ein sehr starkes Tool und dieses produktiv für Dich zu nutzen ist eine achtsame Aufgabe und Herausforderung.

Du kennst es bestimmt, dass Du denkenderweise schon tolle Dinge kreiert und auch erreicht hast!
Und Du kennst es bestimmt auch, dass Du Dich dabei „erwischt hast“, dass Du in Gedankenschleifen bist, die Dir so gar nichts bringen. Im Gegenteil, Du kommst „schlecht drauf“ und „schraubst Dich tiefer hinein“.

Gedankenschleifen können unendlich sein.

Mangelndes Selbstwertgefühl führt zu Frust in der Partnerschaft

Wenn Du ablehnend oder nicht wertschätzend denkst, leidest Du unter Dir selbst.

Du „jammerst“ oder „beschwerst“ Dich vielleicht über Deine Frau, Deine Umstände, etc., doch eigentlich leidest Du nur darunter, dass Du Dich selbst nicht Wert schätzt. Du verharrst dann eher im Selbstmitleid.

Dein innerer Kritiker hält Dich „gefangen“ und Du blockierst Dich immer wieder bezogen auf Deine Wünsche, Frauen, Sex oder Partnerschaft. Das führt zu Frust.

 

Peter`s erste Aufgaben:heart-157895_640

#1 Selbst-Beobachtung

Peter hat sich als erstes zur Aufgabe gemacht, was er eigentlich (in Wiederholung) über Sex mit Ute denkt. Er weiß das nämlich gar nicht so genau, das ist doch alles sehr „im unbewussten gedanklichen Nebel“ verborgen.

Der erste Schritt in Richtung Selbst-Wert ist eine achtsame liebevolle Beobachtung Deiner Gedanken.
Deine erste Entscheidung: Du bist es Dir Selbst-Wert, dass Du achtsam und aufmerksam (für Dich) denkst.

Was erzählst Du Dir eigentlich gedanklich selber so?
Welche typischen Sätze wiederholen sich in Deinem Kopf?
Was denkst Du über Dich in Bezug auf (D)eine Frau, Sex und Partnerschaft?

  • Ich kann das nicht.
  • Frauen sind eben so.
  • Das war schon immer so.
  • Ich möchte sie nicht belästigen.
  • Ich kann (darüber) nicht sprechen.
  • Ich sag ja etwas, doch sie hört mich nicht.
  • Ich kann nichts ändern.
  • Ich habe keine Chance.

Durchschaue und erkenne Dich selbst, mach Dir ehrlich und achtsam selbst-bewusst, was Du denkst und auf welche Art Du Dich gedanklich zurückweist und blockierst.

#2 Beobachtung von Führung

Peter ist in der Partnerschaft mit Ute sehr passiv geworden. Ute hat auf ihre Art die Führung übernommen, sei es im Haushalt, in der Entscheidung der Freizeitaktivitäten, o.ä. Es wird nach ihren Regeln „gespielt“, er hat sich angepasst, untergeordnet, sich in sich zurückgezogen, seine Bedürfnisse und Wünsche äußert er nicht. Er läuft eigentlich in der Partnerschaft freundlich mit, er ist eher „ihr Hausmeister“ als ihr Mann oder Liebhaber.

Der zweite Schritt ist für Peter nun einmal genau zu beobachten, wie sehr er eigentlich die Führung an Ute abgegeben hat.

Auf welche Art und Weise lässt er sich von Ute führen?
Was fühlt er dabei eigentlich wirklich? Welche Gefühle sind das?
Was passiert, wenn er anfängt diese zu fühlen?!

Wann und wo führt eigentlich er?

(P.S. Kennst Du das, als Mann Führung verloren zu haben? … )

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *